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Archiv

Berlinbild Nummer Fünf

Glaube und Moderne ©2009 Florian MarxAltes und Moderne

Wenn man durch die Stadt geht, sieht man immer interessante Sachen, besonders wenn die eingeschlagenen Wege nicht nur den gewöhnlichen Trampelpfaden entsprechen und beim Schlendern der Blick nicht nur nach Vorne gerichtet ist. Das muss ich auch noch lernen.
Letzte Woche bin ich an der Ruine der Franziskaner-Klosterkirche vorbeigekommen, die direkt neben dem Alexanderplatz steht. Ich finde es wunderbar, dass es solche Orte noch gibt, besonders in Zeiten, wo alles halbwegs Verfallene einfach abgerissen und durch Beton- und Glasfassaden ersetzt wird. Der Gegensatz der alten Gemäuer der Kirche und den Klötzen des Alexanderplatzes ist das Spannende. Erst durch diese Einheit entsteht für mich ein Mahnmal, das dazu aufruft, nicht zu vergessen aber auch nicht stehen zu bleiben.
Und dann ist da noch diese Statue, die, vom richtigen Standpunkt aus, immer ein Auge, kritisch und wohlwollend zugleich, auf das moderne Wahrzeichen der Stadt und damit auf die ganze Stadt hat. Aber reicht es nur zu schauen?

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Berlinbild Nummer Vier

Das rote Ding und das Wasser ©2009 Florian MarxDas Rote Ding und das Wasser

Obwohl die Lichter noch brennen, sind alle schon nach Hause gefahren. Nur die Putzkolonnen schieben sich emsig durch die Flure und Zimmer, immer mit einem Blick für die funkelnden Lichter der Stadt da draußen, auf die vorbeiziehenden Menschen. Warum tun sie das, putzen Nacht für Nacht, ohne dass ihnen jemand auch nur einmal dafür dankt. Und wie soll ihnen auch jemand danken, wenn sie kommen, wenn alle schon weg sind und gehen bevor alle kommen? OK, sie werden dafür bezahlt. Aber möchte nicht jeder etwas Anerkennung für seine Arbeit? Bemerkt eigentlich jemand, dass jeden Morgen die Zimmer sauber sind, oder fällt es nur auf, wenn etwas schmutzig geblieben ist?
Ich höre, wie meine Freunde mich rufen, wo ich bleibe, wir wollen weiter. Ich drehe mich langsam um und laufe hinterher. Dave erzählt gerade von seinem neuen Job. Er putzt …


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Berlinbild Nummer Drei

Am Rande Berlins   ©2009 Florian MarxFrühlingsanfang!?

Ich stehe mitten auf dem Weg und schaue über das Feld. Vögel zwitschern und Krähen schreien in der Ferne. Ein einziger Sonnenstrahl bricht für einige Sekunden durch die Wolkendecke. Es wird endlich Frühling, obwohl es noch nicht danach aussieht. Alles ist mehr Grau und Braun als Grün.
Langsam wird mir kalt, die Sonne kommt nicht wieder. Ich richte den Kragen meines Mantels auf, ziehe den Schal fest und stapfe langsam den matschigen Weg entlang. Hätte ich mal lieber die anderen Schuhe angezogen.

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Berlinbild Nummer Zwei

Idyllisches Berlin bei Nacht

Es ist kalt. Jeder meiner Schritte verursacht ein Knacken im Schnee. Niemand ist mehr auf der Straße, es ist ungewöhnlich ruhig für Berlin.
Ich atme tief ein, spühre die frische Luft, die der Schnee mit sich gebracht hat, in meiner Lunge.
Ich schließe meine Augen, genieße die Nacht, den frostigen Wind, der meine Wangen streift.
Ich mache sie wieder auf, und da sehe ich sie, die kleine Kirche, umgeben von hohen Wohnhäusern, am Rande eines kleinen Platzes. Hier ist alles anders, so friedlich. Man hat nicht das Gefühl, in einer Großstadt zu sein, sondern auf einem weit entlegenen Dorf.
Ich schlendere mit einem Lächeln auf den Lippen weiter und bin plötzlich zu Hause. Wieder die alte Welt.
Und ich weiß, ich werde zurückkehren.

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Berlinbild Nummer Eins

Abendstimmung Abendstimmung

Es war heiß heute. Jede Bewegung war eigentlich zu viel. An richtig Arbeiten war eigentlich nicht zu denken. Den ganzen Tag nur geschwitzt, im Halbschlaf verbracht.
Ein kühler Hauch weht mir in mein Gesicht. Endlich Feierabend. Ich sitze auf dem Balkon und genieße den Sonnenuntergang. Es gibt nichts Besseres.

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