Berlinbild Nummer Sechs
Das tolle an Fotos ist, dass man in einem Bild mit Zeit spielen kann.
Es wird oft gesagt, dass Fotos immer nur einen exakten Punkt in der Zeit darstellen. Das stimmt aber nicht. Man bildet immer eine Zeitspanne ab. Es gibt einen Anfangspunkt, wo man auf den Auslöser drückt, und einen Endpunkt, wenn man den Auslöser loslässt. Somit macht man nicht nur einfach Bilder, sondern fängt Zeit ein und komprimiert sie auf einen Punkt. Und dann kann man in Ruhe betrachten, was geschehen ist.
Das Problem ist nur, dass man viel Zeit braucht, um Zeit einzufangen. Unglaublich viel mehr als man abbilden möchte. Natürlich hängt die gebrauchte Zeit davon ab, für wie lange man etwas einfangen möchte. Und da stellt sich die Frage: Lohnt sich der Aufwand?
Ja es lohnt sich, sich die Mühe zu machen, sich die Zeit zu nehmen. Denn später (Tage, Monate, Jahre, Jahrhunderte, …) wird sich jemand daran erfreuen oder sich darüber aufregen …

man kann ja richtig süchtig werden – jeden Montag …
Ich bin sehr gespannt auf den Frühling in Berlin bei Tag
Und ich bin erst gespannt. Vielleicht gibt es ja einen Kalender für 2010 mit den Berlinbildern.