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Es ist angegrillt. Herrlich! Wie lange habe ich auf diesen Tag gewartet. Wie lange habe ich von diesem Tag geträumt. Und es war besser als in meinem Traum.
Erst wird alles wichtige eingekauft: Toastbrot, eine leckere Curry-Senf-Grillsoße von Bautzner (Bautzner = der beste Senf der Welt), was gutes zum Trinken (KEIN Wein, NUR Bier, das passt einfach nicht), etwas Gemüse (Zucchini passt immer, Paprika und Champignons sind auch nicht schlecht) und natürlich ein ordentliches Stück Fleisch oder ein paar Würste. Alternativ kann man natürlich auch nur bei Gemüse bleiben oder auf eine Vielzahl von Fleischersatzprodukten (Fisch, Tofuwürste, -bratlinge, -streifen, Seitanbürger, …) oder Grillkäsevariationen zurückgreifen.
Holzkohle (ich empfehle Holzkohlebriketts von ALDI) und Grillanzünder sollten nicht vergessen werden … ach und der Grill auch nicht … und das Ablöschbier (nach jahrelangem Testen hat sich Sternburg Export, eigentlich nicht trinkbar, dafür als perfekt erwiesen).
Und dann kann es schon los gehen. Während der Grill schon mal angefeuert wird, kann man gut und gerne eine erste kleine Runde Kubb oder Golf spielen (es gehen auch andere Spiele, aber Kubb und Golf sind halt gerade in Mode).
Und dann kommt die wohl wichtigste Frage: Wer grillt? Der, nennen wir ihn Grillmeister, hält nämlich ein wichtiges Amt inne. Er ist verantwortlich für das Gelingen der zu grillenden Produkte und dafür, dass jeder möglichst gleichzeitig etwas von seinem Essen auf dem Teller hat. Sein Können entscheidet über die Stimmung des restlichen Tages. Letzendlich kann man sagen: der Grillmeister hat die Arschkarte gezogen. Denn er muss die ganze Zeit am Grill hocken und Steaks, Würste, Gemüse und andere Sachen wenden (und ja nicht schwarz werden lassen). Das Kontingent an getoastetem gegrilltem Toastbrot muss immer aufgefüllt werden. Und so verbringt man wärend alle anderen gemütlich auf der Decke das frisch Gegrillte verspeisen die schöne Zeit im Rauch des in die Glut tropfenden Fettes (das muss so), leicht abseits (der Rauch könnte ja stören), mit einer Hand das Grillgut wendend und mit der anderen irgendetwas essend. Echt toll.
Naja, aber Matthias hat das alles echt gut gemacht. Das Fleisch war zart, das Gemüse knackig und das Toast perfekt goldbraun. Danke nochmal!

Jetzt kann man es überall sehen. An den Bäumen wachsen die Blätter, die Sträucher beginnen zu blühen und auf den Wiesen wachsen die ersten Blumen. Es ist erstaunlich wie schnell das alles ging, innerhalb weniger Wochen.
Seit dem die Sonne ununterbrochen scheint und es richtig warm geworden ist, die Parks gut gefüllt sind, die Leute anfangen zu grillen und Aldiverkäuferinnen freundlich sind kann man die Jahreszeit auch gut mit Sommer verwechseln. Dass ich vor zwei Wochen noch vollständig verpackt, mit Mantel, Schal und Mütze, durch die Stadt laufen musste, und jetzt ein T-Shirt reicht, finde ich unglaublich. Auch wenn ich den Winter sehr mag, und es dieses Jahr auch endlich mal wieder Schnee gab, ich habe die warmen Jahreszeiten vermisst. Endlich Sonne, endlich Wärme, endlich Farben, endlich Frühling.
Wurde aber auch Zeit!
Und dann Fällt mir nichts ein …
Ja, es ist Montag, und mir fällt kein Text ein. Da bin ich seit zwei Tagen daran, das Bild der neuen Woche zu bearbeiten, und dann fällt mir einfach nicht ein, was ich dazu schreiben kann. Ich hab alles, also wirklich alles, versucht um mich in Schreiblaune zu versetzen. Ich bin spät aufgestanden, habe mir Tee gemacht, um gleich darauf ein paar Sachen einzukaufen, dann musste ich mich noch unbedingt mit einem guten Freund treffen. Und schon war es um Sieben. Und da ich noch eine Nachtschicht vor mir habe, musste ich ein schnelles, verspätetes, Mittagsschläfchen einschieben. Und letzte Woche hatte ich auch keine … Lust Zeit.
Wie man sehen kann, hatte ich überhaupt keine Chance, mir etwas zu überlegen.
Dann wird es gewesen sein
Das tolle an Fotos ist, dass man in einem Bild mit Zeit spielen kann.
Es wird oft gesagt, dass Fotos immer nur einen exakten Punkt in der Zeit darstellen. Das stimmt aber nicht. Man bildet immer eine Zeitspanne ab. Es gibt einen Anfangspunkt, wo man auf den Auslöser drückt, und einen Endpunkt, wenn man den Auslöser loslässt. Somit macht man nicht nur einfach Bilder, sondern fängt Zeit ein und komprimiert sie auf einen Punkt. Und dann kann man in Ruhe betrachten, was geschehen ist.
Das Problem ist nur, dass man viel Zeit braucht, um Zeit einzufangen. Unglaublich viel mehr als man abbilden möchte. Natürlich hängt die gebrauchte Zeit davon ab, für wie lange man etwas einfangen möchte. Und da stellt sich die Frage: Lohnt sich der Aufwand?
Ja es lohnt sich, sich die Mühe zu machen, sich die Zeit zu nehmen. Denn später (Tage, Monate, Jahre, Jahrhunderte, …) wird sich jemand daran erfreuen oder sich darüber aufregen …
Ich habe mich gefragt, was ich mache, wenn ich beim Laufen von A nach B Interessantes sehe, aber meine Kamera nicht dabei habe und es auch noch gar nicht Montag ist.
Ich habe mich dann entschlossen, das Zwischenbild einzuführen. Also immer, wenn ich was sehe, knipse ich es mit meinem Handy (das hab ich immer dabei) und poste es unkommentiert. Wem etwas zu diesem Bild einfällt, wen da die Muse küsst, den lade ich ein, seinen Text zu dem Bild in die Kommentare zu setzen.
Hiermit ist das erste Zwischenbild gepostet.
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